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Urlaubsanspruch auch im Nebenjobs?

Jeder, der eine bezahlten Tätigkeit nachgeht hat Anspruch auf bezahlten Urlaub.
Das Bundesurlaubsgesetz regelt, wem wie viel Urlaub zusteht. Jugendliche haben hier mehr Ansprüche als Erwachsene.
Der gesetzliche Anspruch eine Erwachsenen beträgt mindestens 24 bezahlte Urlaubstage im Jahr – ausgehend von einer 5-Tage-Woche.
Für Jugendliche unter 18 Jahren gilt ein Jahresurlaubsanspruch von 25 Tagen, unter 17 Jahren sind es 27 Tage und unter 16 ganze 30 Tage. Jeweils ausgehend von einer 5-Tage-Woche.

Im Hauptjob ist das Errechnen des Urlaubanspruches oft noch einfach – doch was ist mit Urlaubsansprüchen im Nebenjobs?

Wie viel Urlaub im Nebenjobs?

Prinzipiell steht einem Arbeitnehmer natürlich auch im Nebenjobs Urlaub zu.
Doch nicht jeder geht einer Nebenbeschäftigung an 5 Tagen pro Woche nach, manche nicht einmal regelmäßig im selben Stundenumfang. Dann wird es etwas kniffelig.

Ein Urlaubstag ist so lang, wie ein durchschnittlicher Arbeitstag.
Wer also 8 Stunden am Tag arbeitet, der hat auch einen 8-Stunden-Urlaubstag.
Wer nur 4 Stunden arbeitet, der hat einen 4-Stunden-Urlaubstag.
Beide haben, wenn sie 5 Tage pro Woche arbeiten, Anspruch auf 24 Urlaubstage (zu unterschiedlichen Stundenzahlen) im Jahr.
So weit, so einfach nachzuvollziehen.

Doch was, wenn jemand 10 Stunden arbeitet, aber das an nur zwei Tagen pro Woche?

Formel zur Berechnung des Urlaubsanspruches


Folgende Formel gilt für die Berechnung der zustehenden Urlaubstage pro Jahr:

Nominale Anzahl der Urlaubstage / Arbeitstage pro Woche * tatsächliche Arbeitstage pro Woche

Gehen wir von einem regulären Urlaubsanspruch von 24 Tagen aus (nominale Anzahl der Urlaubstage) und von einer regulären 5-Tage Woche, dann sieht die Rechnung im Beispiel so aus:

24 (nominale) Urlaubstage / 5 Arbeitstage pro Woche * 2 (tatsächliche) Arbeitstage = Urlaubsanspruch pro Jahr.

Es besteht also Anspruch auf 9,6 Urlaubstage pro Jahr.

Wer unregelmäßige Arbeitszeiten hat, bei dem wird der Urlaubsanspruch mit Durchschnittswerten ermittelt.

Da der Urlaub der Erholung des Arbeitnehmers dienen soll, sollte eine Synchronisierung der Urlaubszeiten bei beiden Arbeitgeber erfolgen. Wer den Urlaub nutzt, um einer Nebenbeschäftigung nachzugehen, riskiert die Kündigung.

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