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Studentenjobs – neben dem Studium jobben

Studenten gelten als notorisch knapp bei Kasse. Kaum zu glauben, wo doch nach einer Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks über die Hälfte der zwei Millionen Studierenden in Deutschland ein Erwerbseinkommen haben.

Die Hauptbeschäftigung muss das Studium sein!

Wichtig hierbei ist, dass das Studium die Hauptbeschäftigung ist und Einkommen in einer irgendwie gearteten Nebenbeschäftigung erwirtschaftet wird. Das bedeutet, dass die wöchentliche Arbeitszeit – unabhängig vom Verdienst – keinesfalls die 20 Stunden überschreiten sollte (außer sie liegt ausschließlich in der vorlesungsfreien Zeit)

Die Möglichkeiten sind vielfältig


Ein Studentenjob kann die Form eines 450-Euro-Jobs (Minijobs) haben oder ausschließlich in den Semesterferien ausgeübt werden. Der Vorteil des Minijobs: er ist versicherungsfrei und im Falle einer bestehenden Familienversicherung bei einer Krankenkasse kann diese auch weiter bestehen bleiben. Über 450 Euro Monatseinkommen muss der Studierende in die studentische Pflichtversicherung wechseln (was rund 60 Euro Kosten pro Monat bedeutet).

Wer lieber in der vorlesungsfreien Zeit arbeiten möchte, kann dies in Form eines Ferienhjobs tun, der ein reguläres, auf Lohnsteuerkarte laufendes, befristetes Arbeitsverhältnis darstellt. Mehr dazu im Artikel „Ferienjobs“.

Vorsicht – Zuverdienst auf der einen Seite kann Abzüge auf der anderen bedeuten


Beziehen die Eltern oder der Studierende selbst Kindergeld, so liegt der maximal erlaubte, jährliche Zuverdienst bei 8.004,00 Euro. Ansonsten droht der Wegfall des Kindergeldes – im Zweifel besser mit den eigenen Eltern sprechen.

BAFöG-Empfänger dürfen jährlich 4.800,00 Euro hinzuverdienen, ohne dass der Verdienst angerechnet wird. Alles darüber hinaus wirkt sich auf die Berechnungen aus.

Was ist günstiger? Ferienjob oder Minijob?

Zwei Szenarien bieten sich hier an:

  • Der Minijob:
    Vorteil: Keine Versicherungspflicht , keine Steuerabgaben, keine Anrechnung auf BaFög, Kindergeld oder Krankenversicherung
    Nachteil: Oft an feste Zeiten gebunden, wenn man in Klausurphasen steckt, muss man trotzdem die Zeit finden, arbeiten zu gehen.
  • Der Ferienjob:
    Vorteil: Findet nur in der vorlesungsfreien Zeit statt, je nach Job sehr gute Verdienstmöglichkeiten.
    Nachteil: sind steuer- und teilweise versicherungspflichtig (allerdings kann das Geld idR über den Lohnsteuerjahresausgleich zurückgeholt werden)

Letztlich wird es zum Rechenexempel, für was man sich entscheidet. 450 Euro im Monat bedeuten 4850 Euro im Jahr, so dass man unter allen relevanten Zuverdienstgrenzen bleibt.
Wer in maximal zwei Monaten pro Jahr schafft, diesen Betrag zu verdienen oder sogar mehr, für den ist der Ferienjob eine echte Alternative.

Da waren doch noch die „Freien“

Vorsicht: Viele Unternehmen beschäftigen Studenten auch gerne als freie Mitarbeiter. Für die Unternehmen sind das in der Regel sehr günstige Mitarbeiter – doch die Gefahr, als Scheinselbständiger eingestuft zu werden ist groß. Allerdings bieten sich hier oft qualifiziertere Jobs als im Minijob-Bereich und eben auch Einstiegschancen in die Wirtschaft.





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