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Versteuerung von Nebenjobs:

Für verschiedene Nebenjobs gibt es verschiedene Modelle der Besteuerung und Versicherungspflicht. Hier einige im Überblick.

Minijobs auf 450-Euro-Basis

Minijobs (bis 450 Euro) können auf drei Arten versteuert werden:

Der Arbeitgeber kann eine Pauschalsteuer von 2% abführen. Diese Pauschale beinhaltet dann Lohnsteuer, Kirchensteuer, sowie den Solidaritätszuschlag. Diese Regelung setzt allerdings voraus, dass der Arbeitgeber 15% Rentenversicherungsbeiträge abführt. Hierbei kann der Arbeitnehmer ebenfalls an den Beträgen beteiligt werden, muss aber nicht.
Auch bei konfessionslosen Minijobbern oder Zugehörigkeit zu einer nicht erhebungsberechtigten Religionsgemeinschaft bleibt die Pauschale bei 2%.
Die Pauschale kann dem Arbeitnehmer abgezogen werden, sofern es sich nicht um einen Minijob im Privathaushalt handelt.

Die zweite Möglichkeit ist die Besteuerung auf Grundlage der Lohnsteuerkarte.
Der Steuerabzug hängt hier von der Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers ab. Für Einkommen unter 450 Euro werden aufgrund der Steuerfreibeträge in der Regel keine Steuern fällig, wenn der Minijobber in die Steuerklassen I – IV fällt. In den Steuerklassen V und VI werden jedoch auch bei geringen Einnahmen schon Steuern fällig.

Die dritte Möglichkeit ist eine 20% Pauschale, zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Diese Möglichkeit kann in Betracht gezogen werden, wenn das Minijob-Verhältnis nicht rentenversicherungspflichtig ist.

Kurzfristige Beschäftigungen und Saisonarbeit

Auch bei kurzfristigen, geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und Saisonarbeit gibt es zwei Möglichkeiten der Versteuerung.
Zum einen kann der Arbeitgeber eine Steuerpauschale von 25% zuzügliche Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer abführen, zum anderen können diese Beschäftigungen auf Lohnsteuerkarte laufen. Auch hier spielt wieder die Steuerklasse eine wichtige Rolle.
Die Frage, welche Form gewählt werden kann oder muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
In beiden Fällen bleibt die Beschäftigung sozialversicherungsfrei, da es sich eben um eine geringfügige, kurzfristige Stelle handelt.
Die ist gegeben, wenn:

  • Die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird (also nicht zur ausschließlichen Sicherung des Lebensunterhalts dient)
  • Die Beschäftigung nicht mehr als zwei Monate im Beschäftigungsjahr bzw. 50 Arbeitstage im Jahr umfasst

Für die Einschätzung ob es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt, spielt die Höhe des Verdienstes keine Rolle – sehr wohl aber für die Frage, welche Besteuerungsform gewählt werden muss.

Für die Besteuerung über die 25%-Pauschale ist es wichtig dass
  • der Minijobber maximal 18 Tage nacheinander beschäftigt wird
  • der Arbeitslohn durchschnittlich nicht 12 Euro beträgt

In der Praxis kann es sich – je noch Steuerklasse – jedoch lohnen, genau nachzurechnen. Denn die Option der Abrechnung über die Lohnsteuerkarte besteht immer.

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