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Ferienjobs für Schüler und Studenten

Nicht nur für Schüler, auch für Studenten sind Ferienjobs interessant. Hierbei gibt es jedoch einige Regelungen zu beachten.
Wie auch beim Schülerjob spielt das Thema „Jugendschutz“ hier eine wichtige Rolle. Je nach Alter dürfen minderjährige Schüler auch in den Ferien nicht länger als 40 Stunden pro Woche arbeiten und haben mehr Anspruch auf Pausen, als erwachsene Arbeitnehmer (s. Schülerjobs). Auch für Ferienjobs beträgt das Mindestalter im Sinne des Jugendschutzgesetzes 15 Jahre, in Ausnahmefällen, mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten auch darunter.

Befristetes Arbeitsverhältnis

Bei einem Ferienjob sollte man sich bewusst machen, dass es sich hierbei um ein reguläres, aber befristetes Arbeitsverhältnis handelt. Das bedeutet, dass diese Jobs voll versicherungs- und steuerpflichtig sein können.

Versicherungspflicht

Generell sind auch befristete Arbeitsverhältnisse natürlich voll versicherungs- und steuerpflichtig.
Bleibt die jährliche Arbeitszeit jedoch unter zwei Monaten bzw. 50 Werktagen, werden solche Beschäftigungen von Kranken-, Sozialversicherungs- und Rentversicherungspflicht befreit und eignen sich damit hervorragend als Ferienjob.

Die wöchentliche Arbeitszeit und der Verdienst spielen hierbei keine Rolle!
Es kann sich also gerade für Studenten durchaus lohnen, in den Semesterferien einen zeitintensiven, aber sehr gut bezahlten Job zu suchen. Dies kann u.U. mehr Geld einbringen, als ein regelmäßiger 450-Euro-Job.

Wichtig bei befristeten Arbeitsverhältnissen in den Ferien

Wichtig ist jedoch: Auch Ferienjobs müssen, sobald sie regulären, befristeten Arbeitsverhältnissen entsprechen, auf Lohnsteuerkarte laufen.
Gezahlte Lohn- und Kirchensteuer können allerdings über den Lohnsteuerjahresausgleich wieder zurückerstattet werden, so lange das Jahreseinkommen 10.783,99 Euro nicht überschreitet.

Vorsicht bei BAFöG, HARTZ 4 und Kindergeld

BAFöG-Empfänger müssen Nebeneinkünfte melden. Nur bis zu dem Freibetrag von 4.800,00 Euro bleibt das Einkommen ohne Auswirkungen auf das BAFöG.

Kindergeld kann entfallen, wenn das Jahreseinkommen 8.004,00 Euro überschreitet!
Dies betrifft u.U. die eigenen Eltern. Hier empfiehlt es sich in jedem Fall, mit den Eltern zu sprechen, da Kindergeld teilweise auch Finanzierungsgrundlage für z.B. Immobilienkauf ist oder war.

Beziehen die Eltern Hartz IV und ein Kind der Familie möchte sich mit einem Ferienjob Taschengeld verdienen, gilt zu beachten, dass auch das Geld, was ein Schüler erwirtschaftet im Bezug von Arbeitslosengeld II komplett in die Berechnung desselben einfließt. Es gibt einen Freibetrag von 100 Euro pro Bedarfsgemeinschaft – alles darüber hinaus wird von den ALG-Leistungen abgezogen bzw. anteilig angerechnet. Von 100 – 850 Euro werden 80% angerechnet, von 850 Euro bis 1.200 Euro 90%, alles über 1.200 Euro wird voll auf die Leistungsbezüge angerechnet.

Beispiel:
Die Familie bezieht ALG II, der Sohn arbeitet in den Schulferien und verdient in seinem Ferienjob 950,00 Euro.
Es bleiben:
100,00 Euro Freibetrag
140,00 Euro (20% von Verdienst bis 800,00 – Freibetrag)
15,00 Euro (10% vom Verdienst über 800,00)
______________________
255,00 Euro Zuverdienst

Insgesamt wird der Familie das Arbeitslosengeld 2 also um 695,00 Euro gekürzt.
Hier lohnt sich ein gut bezahlter Ferienjob also leider nicht. Dieser Umstand wird immer wieder heftig kritisiert, bisher allerdings ohne dass sich Änderungen im Verfahren ergeben hätten.





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